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Chronik

Sportgemeinschaft Dietershausen 1946 e.V.                       

Der Krieg war gerade ein Jahr zu Ende, als sich im Mai 1946 einige fußball- und sportbegeisterte Männer trafen, um für den Sport in Dietershausen einen neuen Grundstein zu legen. Männer der ersten Stunde waren beispielsweise Willy Maierhof, Oskar Plappert, Hermann Weißbeck und Willy Wolf. In dem Bewusstsein, dass der politische und wirtschaftliche Wiederaufbau auch in unserem Dorf nur mit der Aktivierung des gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Lebens einhergehen konnte, beschlossen sie die Vorbereitungen für die Gründung eines Sportvereines zu treffen. 

 

Die politischen Voraussetzungen waren zur damaligen Zeit eher schwierig. Unter der Militärregierung waren nur bestimmte Sportarten erlaubt und nicht jeder konnte eine Funktion im Verein übernehmen. So sah dann auch die erste Satzung, die von ca. 70 Mitgliedern im Vereinslokal Benno Müller beschlossen wurde, vor, dass nur erlaubte Sportarten, die zur Gesunderhaltung des Körpers, zum Ausgleich von Körperarbeit und zur persönlichen Entspannung im olympischen Sinne, ausgeübt werden durften. Vormilitärische- und Exerzierübungen waren verboten. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hermann Weber und zu seinem Stellvertreter Wilhelm Viehmann gewählt.  

 

Durch Beschluss der Generalversammlung am 23.01.1948 wurde Edgar Baier zum ersten Vorsitzenden und Hermann Weißbeck zum Stellvertreter bestimmt. Hermann Weißbeck legte sein Amt bereits ein Jahr später nieder. Willy Wolf, unser späteres Ehrenmitglied, trat die Nachfolge als zweiter Vorsitzender an.   

 

Der Verein nahm mittlerweile mit einer bereits sehr schlagkräftigen  1. Mannschaft am Verbandsspielbetrieb teil. Im Jahre 1948 konnte man einen 2. Platz in der B-Klasse Fulda/Rhön erreichen.  

 

Der für den Spielbetrieb erforderliche Sportplatz befand sich auf dem heutigen Areal des ADAC. Dort hatte man von dem Landwirt Josef Diel eine einigermaßen gerade liegende Wiese gepachtet und notdürftig für das Fußballspiel hergerichtet. Eine an dieser Wiese befindliche, dürr gewordene Eiche wurde zum Wegweiser für das erste Sportgelände. Diese Eiche wurde sehr schnell zum Symbol für den Neubeginn des Fußballsports in Dietershausen. Schließlich wurde der „Eiche Stüzel“ Wappenbaum der SG Dietershausen.

 

Aber nicht nur Fußball sollte es sein!  Von Anbeginn tat man auch viel für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Dietershausen. Wer erinnert sich nicht gerne an das erste Theaterstück des Sportvereins, mit dem Titel „Herzen von Stein“, das am 29.03.1948 im Vereinslokal Benno Müller aufgeführt wurde und eine lange Theaterspieltradition einleitete. Ebenso erinnerungswert sind die zahlreichen Bunten Abende und die weit über die Grenzen von Dietershausen beliebten Maskenbälle, die erst ihr Ende fanden, als im Jahre 1968 der Saal der Gastwirtschaft Müller endgültig nicht mehr zur Verfügung stand. 

 

Neben dem Fußball sollte auch Turnen und Leichtathletik betrieben werden. Mit Beschluss der Generalversammlung vom 03.01.1949 wurden das Turnen und die Leichtathletik zu weiteren Zielen des Vereins erhoben. Von diesem Zeitpunkt fanden regelmäßige Wettkämpfe statt. Am 07.08.1949 wurde ein 3000 Meter-Lauf rund um den Weinberg veranstaltet. Wilhelm Storch bewältigte die Strecke in 10:19 Minuten und ging als erster über die Ziellinie. Ihm folgten, als gemeinsame zweite, Karl Maierhof und Alfred Aschenbrücker. Sie hatten 11:30 Minuten benötigt. 

 

Die Fußballmannschaft kam ebenfalls in Schwung und konnte in der Spielzeit 1949/50 erneut einen zweiten Tabellenplatz belegen. Am 26.07.1953 kam es zum Zusammenschluss der Fußballabteilungen von Weyhers und Dietershausen. Diese Fusion trug bereits im ersten Jahr ihres Bestehens Früchte und man konnte in der Saison 1953/54 die Meisterschaft in der B-Klasse Nord erringen. Dieses erste große Ereignis in der noch jungen Vereinsgeschichte fand in einer Meisterschaftsfeier am 01.05.1954 seinen würdigen Abschluss. Mannschaft und Vorstand wurden durch den damaligen Bezirksfußballwart Wingenfeld ausgezeichnet. 

 

Zwischenzeitlich hatte der Verein mit der Errichtung einer neuen Sportanlage  auf dem Weinberg begonnen. Die bisherige Spielfläche war jederzeit kündbar und der Wunsch nach einem eigenen Sportplatz sehr groß. Das Gelände wurde durch die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Durch eine Vielzahl von Kiesgruben, das unebene Gelände und den sehr schweren Boden wurden die Verantwortlichen vor schier unlösbare Probleme gestellt. In 3075 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden, mit kärglichem Gerät ausgestattet – wie auf Schienen laufenden Loren – gelang es den Vereinsmitgliedern, allen voran Kassierer Hans Mathes, eine ebene 100 x 53 Meter große Spielfläche zu schaffen. Hierzu waren 586 Lastwagen Muttererde verarbeitet worden. 

 

 

Am 12.06.1955 wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Aus diesem Anlass fand ein Freundschaftsspiel zwischen der Reserve von Borussia Fulda und unserer 1. Mannschaft statt. Den Ball hatte die Gemeinde gestiftet und Bürgermeister Josef Schneider eröffnete das Spiel mit dem Anstoß. Trotz der neuen Sportanlage war der allmähliche Rückfall in die fußballerische Bedeutungslosigkeit nicht aufzuhalten. Nach der gewonnenen Meisterschaft zogen sich die älteren Spieler aus dem Spielgeschehen zurück. Man versuchte die Mannschaft zwar immer wieder mit neuen Spielern aus Weyhers, Friesenhausen und Dipperz zu verstärken, konnte aber den Abstieg in die B-Liga nicht verhindern.

 

Am 13.05.1956 fand das letzte Spiel in der A-Liga statt. In den folgenden vier Jahren spielte die Mannschaft noch recht gut mit, fiel aber zusehends ins untere Tabellendrittel ab. 

 

In dieser Zeit verstärkte der Verein seine Bemühungen um die Schaffung der noch fehlenden Sportanlagen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit konnte am 31.07.1960 das erste Umkleidehaus, das wie das zeitgleich errichtete Gerätehaus in Blockhausbauweise gebaut wurde, eingeweiht werden. 1581 freiwillige Arbeitsstunden von 58 Vereinsmitgliedern waren notwendig, um die beiden Vereinshäuser zu bauen. Erster Hüttenwart wurde der unvergessene Franz Aulehla. Dem Bau der Vereinshäuser folgte 1962 die Errichtung der Spielfeldbarrieren. In den Jahren 1969 und 1970 erfolgte die Zuleitung von Strom und Wasser. Im Jahr 1971 wurde ein Festzelt gebaut. 

 

In dieses Jahr fiel auch das 25-jährige Vereinsjubiläum. Die Jubiläumsveranstaltung fand im neu gebauten Festzelt statt. Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten übergab der langjährige erste Vorsitzende Edgar Baier die Geschicke des Vereins in die Hände von Oskar Maierhof. 

 

1974  wurde unter dem Vereinsvorsitz von Oskar Maierhof mit dem Bau eines neuen Vereinsheimes begonnen. Das bisherige entsprach nicht mehr den gewachsenen Ansprüchen. Es war zu klein geworden und verfügte nicht über zeitgemäße Dusch- und Umkleideräume. Der Neubau wurde in nur einjähriger Bauzeit errichtet. Durch die Vereinsmitglieder wurden 4085 Arbeitsstunden geleistet. Mit nur 40.000,- DM Kostenaufwand war es gelungen, ein modernes Gebäude mit zwei Duschen, Toiletten, Küche und Sanitätsraum zu errichten. Am  27.07.1975 wurde das neue Gebäude nach einem Gottesdienst im Festzelt feierlich eingeweiht.  

 

Als einen Glücksfall mit Langzeitwirkung kann man das Zusammenfinden der Schülermannschaften in den Jahren 1972/73 bezeichnen. Damals wuchs unter Trainer Walter Handt eine schlagkräftige Truppe heran. In den Spielzeiten 1974/75 und 1975/76 wurde die Mannschaft Meister ihrer Gruppe. Fast die gleichen Mannschaftsmitglieder konnten unter Trainer Thomas Auth, als A-Jugendliche, die Meisterschaft in der Saison 1978/79 erringen. Das gleiche wiederholte sich in der Spielzeit 1980/81 unter dem neuen Trainer Horst Furi. Genau in diese erfolgreiche Zeit fallen aber auch die schwärzesten Augenblicke in der Vereinsgeschichte. In der Saison 1977/78 musste die erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden, da nicht ausreichend Fußballspieler zur Verfügung standen.  

 

Man setzte nun alle Hoffnung auf die Jugend. Diese Hoffnung sollte belohnt werden. Die Jugendlichen blieben zusammen und rückten in eine neu gemeldete erste Mannschaft auf. Nachdem in der Spielzeit 1982/83 ein Punkt zur Meisterschaft fehlte und der Titel an Eichenzell ging, konnte man bereits in der Saison 1983/84 unter dem Trainer Elwin Müller, der die erfolgreiche Arbeit von Thomas Auth fortsetzte, den Meistertitel gewinnen. Der Aufstieg in die A-Liga Fulda Mitte war besiegelt.  

 

 

Dieser zweite große Erfolg in der Vereinsgeschichte fand seinen krönenden Abschluss in einer Meisterschaftsfeier am 08.06.1984. Gleichzeitig konnte auch die Meisterschaft der Schülermannschaft gefeiert werden. Der Erfolg der Schülermannschaft ist untrennbar mit dem Namen Seppl Baier verbunden. Seppl, selbst ein sehr guter Fußballspieler, hatte die Trainingsleitung in der Schülermannschaft übernommen und bereits im ersten Jahr die Meisterschaft erreicht.    

 

In der Vereinsführung war zwischenzeitlich ein Wechsel erforderlich geworden. Der langjährige Vorsitzende Oskar Maierhof, der das Amt seit 1971 innehatte, musste aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. So wurde Edgar Baier junior im März 1982 zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. In seine Amtszeit fiel die Verbreiterung des Spielfeldes, der Erweiterungsbau des Sportlerheimes und der Bau eines Trainingsplatzes.  

 

Die Verbreiterung des Spielfeldes um 10 Meter war erforderlich geworden, um annähernd den Standard anderer Sportplätze zu erreichen. In zähen Verhandlungen mit den Naturschutz- und Forstbehörden konnte die Zurücksetzung des Waldstreifens, die Anlegung eines neuen Weges und die Anböschung der Erweiterungsfläche erreicht werden. Die Waldfläche seitlich des Spielfeldes wurde in Eigeninitiative durch die Vereinsmitglieder neu angepflanzt. Hier war die fachmännische Anleitung von Emil Darnieder sehr wichtig und wertvoll. Ebenfalls in Eigenleistung wurde die Fläche eingezäunt und die Spielfeldbarriere errichtet. Die Gemeinde Künzell hatte das Auffüllen und die Einsaat der Fläche übernommen. Am 03.08.1986 konnte das erweiterte Spielfeld seiner Bestimmung übergeben werden. In Anwesenheit von Bürgermeister Hermann Brück, dem ersten Beigeordneten Hubert Heil nahm Pfarrer Haas, Friesenhausen, in Vertretung des erkrankten Pfarrer Dallwig, die kirchliche Segnung vor.  

 

Im gleichen Jahr konnte die SG Dietershausen im Festzelt am Sportplatz ihr 40 jähriges Vereinsjubiläum  feiern. 

Ebenfalls im Jahr 1986 wurde im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit dem SC Friesenhausen gegründet. Dieser trat kurze Zeit später der TSV Weyhers bei. Die Spielgemeinschaft war durch den zunehmenden Rückgang junger Spieler erforderlich geworden. Mit ihr konnte unter der sehr guten Betreuung von Seppl Baier und Erwin Klüber die Förderung der Jugend und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes garantiert werden. 

 

Dagegen war der Abstieg der ersten Mannschaft nach drei Spielzeiten in der A-Liga Fulda Mitte nicht mehr aufzuhalten. Am 31.05.1987 fand das vorerst letzte Spiel in der A-Liga statt. Das Blatt wendete sich aber sehr bald zugunsten der SG Dietershausen. Am 01.07.1987 begann die Ära von Karl Heinz Bunzenthal. Mit ihm als Spielertrainer eilte die Mannschaft von Sieg zu Sieg und konnte nach nur einjähriger Abwesenheit zwar nicht die Meisterschaft, aber am 08.06.1988 den direkten Wiederaufstieg in die A-Liga erreichen. Man belegte den zweiten Platz hinter der Reserve von Borussia Fulda.   

 

Nur wenige Monate später war ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte erreicht. Am 07.08.1988 konnte in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, wie Monsignore Dallwig, Kreisbeigeordneter Paul Frohnapfel, Bürgermeister Hermann Brück und einer Vielzahl von Sportfunktionären, nach einem festlichen Gottesdienst am Weinberg der Erweiterungsbau des Vereinsheimes eingeweiht werden. Monatelang waren fast alle Vereinsmitglieder mit Elan und Enthusiasmus dabei, aus dem vorhandenen Sportlerheim ein größeres, moderneres und den gewachsenen Ansprüchen entsprechendes Vereinsheim zu bauen. Bei einer Eigenleistung von mehr als 5000 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder und der Baukostenfinanzierung durch die Gemeinde Künzell entstand eine schmucke und ausreichend große Sporteinrichtung, die bis zum heutigen Tag auch bei privaten Anlässen gerne angenommen wird.  

Sportliche Höhepunkte gab es in diesem Zeitraum im Jugendbereich. In der Saison 1988/89 konnten unter Trainer Bernhard Maierhof  die A-Jugend und in der Spielgemeinschaft die E-Jugend mit Trainer Otto Müller und Betreuer Erwin  Klüber Meister ihrer Spielklassen werden. 

Am 05.08.1990 wurde der neue Trainingsplatz eingeweiht. Nach Ansprachen von Bürgermeister Hermann Brück, dem Vorsitzenden der SG Dietershausen Edgar Baier und Ortvorsteher Wolfgang Röder nahm Pfarrer Dallwig die kirchliche Weihe vor. Diese für den Spielbetrieb so wichtige Anlage konnte errichtet werden, nachdem Manfred Nüchter sich bereit erklärte, das Grundstück langfristig an die Gemeinde abzutreten. Ebenso wichtig war die Kostenübernahme durch die Gemeinde Künzell. 1991 kam es erstmals nach der Wiedervereinigung zu einem Wiedersehen mit einer Mannschaft aus Thüringen.

 

Am 04.08.1991 bestritt die Mannschaft des TSV Udersleben das Hauptspiel anlässlich des Sportfestes in Dietershausen. Nachdem Edgar Baier zehn Jahre die Geschicke der SG Dietershausen geleitet hatte, stellte er sein Amt im Jahre 1992 zur Verfügung. Am 14.03.1992 wurde Holger Phillipp zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt.  

 

Die erste Mannschaft der SG Dietershausen spielte in der Bezirksliga Fulda Mitte. Durch die Verpflichtung namhafter Trainer konnte diese Spielklasse zunächst gehalten werden.  Einen Erfolg in diesem Jahr konnten wir mit der Meisterschaft der C-Jugend Mannschaft, in Spielgemeinschaft JSG Giebelrain, unter Leitung von Herbert Füller und Siegfried Kirsch erringen. 

 

1992 folgte ein Gegenbesuch in Udersleben. Anlässlich des Sportfestes wurde zunächst ein Spiel ausgetragen und anschließend zünftig gefeiert.  

 

Unterhalb des Vereinsheimes wurde durch großes Engagement von Waldemar Goldbach ein Spielplatz errichtet.  

Zum Ende der Spielzeit 1994/95 hatte der TSV Künzell seine Frauenfußballabteilung aufgegeben. Die fußballbegeisterten Frauen haben sich der SG Dietershausen angeschlossen und so entstand eine Frauenfußballabteilung, die in der Saison 1995/96 erstmals im Trikot der SG Dietershausen auflief. Von dieser Zeit an spielten eine Landesligamannschaft, eine Bezirksligamannschaft und eine Mädchen-mannschaft für die SG Dietershausen. 

 

Im Jahr 1996 konnten wir, die Mitglieder der Sportgemeinschaft Dietershausen,  unser 50-jähriges Bestehen feiern. Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen wurden mit einem Festkommers am 15.06.1996 im Bürgerhaus Dietershausen eröffnet. Vom 21.06. – 24.06.96 feierten wir ein großes Fest auf dem Festplatz am Bürgerhaus. Den meisten wird die HR 3 Discoparty vom 22.06.1996 noch gut in Erinnerung sein, eine gelungene Party, bei der wir 2000 zahlende Besucher begrüßen konnten. 

 

Sportlich verlief die Saison 1996/97 weniger erfolgreich. Wir konnten den direkten Abstieg aus der Bezirksliga vermeiden, mussten jedoch in die Relegation. Nachdem beide Relegationsspiele verloren wurden,  war der Abstieg in die A-Liga besiegelt. Die Entlassung von Trainer Michael Glißner und die Verpflichtung von Karl Heinz Bunzenthal konnten auch nicht mehr helfen. 

 

 Anschließend spielte die SG Dietershausen drei Jahre in der A-Liga. Durch eine Neuordnung der Gruppen mussten wir im Jahr 2000 den Abstieg aus der A-Liga hinnehmen, obwohl die SGD den neunten Platz erreichte. Seit dieser Zeit spielt die erste Mannschaft in der B-Liga, wo man regelmäßig im oberen Tabellendrittel platziert ist. 

 

Neben dem Spielbetrieb hat es aber auch sonst jede Menge Arbeit gegeben. Die Grillhütte, die nicht mehr zeitgemäß war, wurde in Eigenleistung abgerissen und durch eine Bratwurstkapelle ersetzt. Anlässlich des Sportfestes im Jahr 2002 konnte die neue Wurstkapelle erstmals in Betrieb genommen werden. 

 

Sportlich hat sich in der Saison 2002/03 bereits das Ende des Frauenfußballes in Dietershausen abgezeichnet. Es haben sich leider nicht mehr genug Mädchen gefunden, die am Fußballsport Interesse zeigten und die Mädchenmannschaft musste zurückgezogen werden.  Zum Ende der Saison hat sich dann auch die Frauenfußballmannschaft aufgelöst.

 

 Nach Ende des Spielbetriebes stand im Jahr 2003 eine umfangreiche Erneuerung und Sanierung der Duschräume und der Toiletten an. Die Baumaßnahme kostete 30.000,- Euro und es musste etwa ein Drittel der Kosten durch den Verein aufgebracht werden. Die Last konnte geschultert werden, da die Mitglieder der SG Dietershausen erneut in anerkennenswerter Weise angepackt haben.

 

Durch eine Initiative des Vereinsmitgliedes Werner Kretsch konnte im Sommer 2004 eine Lautsprecheranlage angeschafft werden. Werner Kretsch hatte das erforderliche Geld im gesamten Dorf gesammelt.

 

Im Jahr 2005 gab es im Bereich der E-Jugend besondere Freude. Durch die gute Arbeit von Trainer Norbert Grösch und Betreuer Andreas Friedrich konnte die Mannschaft die Meisterschaft in ihrer Gruppe erringen. Nach der Meisterschaft konnte auch noch die Gemeindemeisterschaft und die Gesamtmeisterschaft aller E-Jugend Gruppen errungen werden.

 

Die erste Mannschaft erreichte in der Saison 2004/05 den zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit Meister Wiesen. Die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation war eine tolle Sache. Unsere Fans wuchsen förmlich über sich hinaus und zauberten bei Auswärts-  und Heimspielen eine super Atmosphäre auf die Sportplätze. Leider stiegen wir mit einer Niederlage in Marbach und einem Unentschieden auf eigenem Platz gegen Lütter II nicht auf. Die Fußballer können trotzdem sehr stolz auf diese Saison sein. Beim Relegationsheimspiel konnten wir ca. 500 Zuschauer begrüßen. Es herrschte eine riesige Stimmung und ganz Dietershausen hat uns unterstützt. 

 

Zum Auftakt der Saison 2005/06 wurde eine neue Einnahmequelle für den Verein erschlossen. Erneut auf Initiative von Werner Kretsch konnten bislang 16 Werbepartner für Bandenwerbung gefunden werden.

 

Baulich sind wir auch wieder tätig geworden. Über die Jahre war das Dach des alten Teiles unseres Vereinsheimes brüchig geworden. Nachdem sich die Gemeinde Künzell bereit erklärte hatte die Baumaterialien zur Verfügung zu stellen, konnten wir in einem dreitägigen Arbeitseinsatz die Isolierung, die Zwischendecke und das Dach erneuern. Dietmar Walter hatte die Leitung der Baumaßnahme übernommen und war Garant dafür, dass immer genug Helfer am Vereinsheim erschienen sind. Unsere letzte bauliche Maßnahme hat sich durch Gesetz ergeben. Nachdem die Heizöltank-anlage bei einer Überprüfung durchgefallen war, musste sie im Januar 2006 erneuert werden.

 

Sportlich konnten die SG Dietershausen auch in dieser Saison das Aufstiegsziel nicht erreichen. Jürgen Weber, der die Trainingsarbeit in den vergangenen vier Spielzeiten geleitet hatte, hat seinen Vertrag nicht verlängert und die SG Dietershausen verlassen.

Für die Spielzeit 2006/07 konnte mit Uwe Goldbach erneut ein Spielertrainer verpflichtet werden. Uwe Goldbach setzte die sehr gute Arbeit von Jürgen Weber fort. Ein Aufstieg konnte aber auch in dieser Saison nicht erreicht werden. Zum Ende der Spielzeit konnte die Meisterschaft der Reservemannschaft gefeiert werden.

 

Um die Sportanlage auch weiterhin in einem guten Zustand zu erhalten, musste die Außenfassade neu gestrichen werden. Die Arbeiten wurden von Dietmar Walter koordiniert und sehr schnell erledigt. Darüber hinaus wurde die Pflasterung zwischen Vereinsheim und Wurstbude fertiggestellt und der Wiesenweg entlang des Sportplatzes auf Platzniveau angehoben. Die Überdachung des Grills musste nach einem Sturmschaden erneuert werden.

 

Die Vorbereitungen auf die Saison 2007/08 verliefen ereignisreich. Der Vertrag mit Uwe Goldbach wurde nicht verlängert und mit Stefan Rödel ein neuer Spielertrainer verpflichtet. Der Kader der I. und II. Mannschaft konnte durch Neuzugänge und Rückkehrer vergrößert werden. Nach einer dramatischen Saison wurde die Meisterschaft in der B-Liga Fulda/Rhön errungen. Die zweite Mannschaft konnte den Meistertitel aus der Vorsaison wiederholen. Ein rauschendes Fest und der Aufstieg in die A-Liga Fulda waren die Folge. Nach intensiven Vorbereitungen auf die Spielzeit 2008/09 konnten wir sofort um einen Aufstiegsplatz in der A-Liga Fulda spielen. Die Mannschaft präsentiert sich hervor-ragend und lässt alle Hoffnungen zu.

 

 

In der Winterpause wurden der Flur und die Umkleideräume neu gestaltet, eine bauliche Maßnahme, die durch das große Engagement der Mitglieder zügig erledigt wurde. Es ist ein freundlicher und heller Spielereingang entstanden. Dietmar Walter, Waldemar Goldbach, Markus Kranz, Bernhard und Manuel Maierhof, Marko und Paul Maierhof, Jürgen und Eckhard Maierhof sollten hier durchaus hervorgehoben werden. Die Arbeiten in den Umkleideräumen werden im Sommer 2009 vollendet. Für die neue Polsterung der Bänke und Stühle im Vereinsheim dürfen wir uns bei Udo Hohmann bedanken.

 

Alle Hoffnungen haben sich erfüllt. Nach einer sehr guten Saison hat die Mannschaft den zweiten Platz in der A-Liga Fulda erreicht und ist damit Relegationsteilnehmer zur Kreisoberliga. In der Relegation mussten zwei Spiele bestritten werden.

 

Zunächst galt es in Dipperz zu bestehen. Die SGD konnte das Auswärtsspiel mit 2:1 gewinnen und somit eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel gegen den SV Nieder-Moos erreichen.

 

In einem dramatischen Finale wurde der SV Nieder-Moos mit 2:1 besiegt und der Aufstieg in die Kreisoberliga war besiegelt. Die beiden Relegationsspiele wurden vor jeweils mehr als 1000 Zuschauern ausgetragen. Eine tolle Erfahrung für unsere sehr junge Mannschaft!

 

Ein Dankeschön gehört unseren Fans. Die „SGD-Fußball-Weiberei“ tauchte unseren Sportplatz in ein „schwarz-rotes“ Farbenmeer. Auch die „Beton-Ultras“ und die „Südkurve“ gaben sich viel Mühe und ließen Stadionatmosphäre aufkommen.

 

In der Saison 2009/10 werden die 1. Mannschaft in der Kreisoberliga und die 2. Mannschaft in der C-Liga auf Punktejagd gehen. Zum ersten Mal wird eine zweite Mannschaft der SG Dietershausen in Konkurrenz spielen.

 

Die SGD konnte gleich am ersten Spieltag den ersten Dreier in der Kreisoberliga einfahren. Vor prächtiger Kulisse an unserem Sportfest wurde Nüsttal mit 2:1 besiegt. 

 

Die Euphorie rund um den Verein und die stimmungsvolle Unterstützung an den Heimspielen waren Garant dafür, dass selbst haushohe Favoriten wie der heutige Verbandsligist Lehnerz II (4:3) auf heimischen Platz niedergerungen wurden.  Insbesondere gegen die Spitzenteams der Kreisoberliga wusste die SGD in ihrer Debütsaison zu überzeugen. Aufgrund der guten Heimbilanz konnte zumindest die Relegation erreicht werden.

 

Der Abstieg wurde über die Relegation vermieden. In einem spannenden Spiel besiegte die SGD vor über 1000 Zuschauern den SV Heenes. Im zweiten Spiel wurde auswärts bei der VFL Lauterbach gewonnen.

 

Nach dieser Zeit entschied man sich den Vertrag mit Spielertrainer Rödel nicht zu verlängern. Der Durchmarsch von der B-Liga in die Kreisoberliga wird dennoch immer fest mit dem Namen Rödel verbunden sein.

 

In der Saison 2010/11 konnte mit Marco Bieber ein Torhüter als neuer Spielertrainer verpflichtet werden. Aus den ersten sechs Spielen holte man nur einen Punkt. Allerdings fing die SGD sich daraufhin erstaunlich gut; weitere 8 Siege sorgten für eine entspannte Winterpause. Diese Phase war der Grundstein für den Klassenerhalt. Eine bessere Platzierung blieb der SGD jedoch verwehrt, da in den verbleibenden 12 Spielen der Rückrunde 2011 nur ein einziger Sieg gelingen konnte, so dass die Saison auf dem 13. Tabellenplatz abschloss.

Unter den Eindrücken der schwachen Rückrunde entschied man sich, den Vertrag mit Marco Bieber nicht zu verlängern.

Für die Saison 2011/12 wurde mit Michael Koch ein neuer Spielertrainer verpflichtet. Der erste Sieg gelang der SGD - analog zur Vorsaison - erst am siebten Spieltag. Abermals steigerte man sich daraufhin sehr, so dass die SGD die Saison auf dem 12. Tabellenplatz beendete. Wir waren mittlerweile kein Neuling mehr und hatten uns in der Liga etabliert

 

In der Saison 2012/13 konnte mit Zeljko Karamatic ein aufgrund seiner Vita regional bekannter Spielertrainer verpflichtet werden. Mit ihm hat sich die Mannschaft spielerisch deutlich weiterentwickelt, so dass die Saison mit einem hervorragenden sechsten Platz beendet wurde.

 

Im August 2013 gründete die SGD eine Spielgemeinschaft mit dem FC Friesenhausen. Damit verband man die Hoffnung, künftig eine schlagkräftige zweite Mannschaft zu stellen und auch die Kaderbreite- u. stärke der ersten Mannschaft sukzessive zu erhöhen. Erforderlich wurde dieser Schritt, da aufgrund des chronischen Spielermangels in unserer Reserve und beim FC Friesenhausen, oftmals Spieler der Alten Herren aushelfen mussten. In Friesenhausen verband man mit der Fusion die Hoffnung, schon bald wieder in der B-Liga auf Punktejagd zu gehen. Seither spielt u. trainiert die zweite Mannschaft vorwiegend in Friesenhausen.

 

Leider konnte die Erste in der darauffolgenden Saison 2013/14 nicht an die positive Entwicklung der Vorsaison anknüpfen, so dass die Auswärtsschwäche und die verkorkste Hinrunde die SGD zur erneuten Relegation zwangen. In einem intensiven Relegationsspiel glich die SGD gegen die SG Elters in der letzten Minute zum viel umjubelten 1:1 aus. Leider blieb es nicht dabei, da der SG Elters noch in der Nachspielzeit der Siegtreffer gelang. Damit war der Abstieg schon vor dem zweiten Relegationsspiel gegen Lehnerz III besiegelt.

Die SGD schaut stolz auf fünf Jahre Kreisoberliga zurück.

 

Eine grandiose Ära ist in 2014 auch auf Vorstandsebene zu Ende gegangen. Holger Philipp, der seit über 22 Jahren als 1. Vorsitzender die Geschicke der SGD erfolgreich geleitet hat, stand auf eigenem Wunsch für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Durch seine herzliche und vertrauensvolle Art konnte unter seiner Führung die Mitgliederzahl auf über 400 Mitglieder gesteigert und somit nahezu verdoppelt werden. Da auch der 2. Vorsitzende Christoph Vogt u. Schriftführer Nils Rönnike aus ihren Ämtern ausschieden, wurde der Vorstand neu gewählt. In der Jahreshauptversammlung entschied man sich, die SGD ab sofort von einem Vorstands-Team zu leiten.

 

Das neue Vorstandsteam setzte sich wie folgt zusammen:

  • Daniel Maierhof (Schriftführer),
  • Bernhard Maierhof (Koordinator Nachwuchsarbeit)
  • Michael Hack (Sportlicher Leiter)
  • Torsten Balzer (Koordinator Presse / Öffentlichkeitsarbeit)
  • Norbert Grösch ( Jugendleiter)
  • Thomas Groß (Vorstandssprecher / Koordinator Wirtschaftsbetrieb)
  • Kerstin Kretsch (Hauptkassiererin)

 

Auf Karamatic, der für eine weitere Saison nicht mehr zur Verfügung stand, folgte Daniel Vey als neuer Spielertrainer der ersten Mannschaft.

In der Saison 2014/15 konnte die zweite Mannschaft bereits im zweiten Jahr der Spielgemeinschaft den Aufstieg in die B-Liga Fulda Rhön realisieren. Nach der 3. Aufstiegsrelegation in Folge gelang der Spielgemeinschaft gegen Gersfeld mit einem 5:0 Kantersieg vor heimischer Kulisse der Aufstieg.

 

Die Mission Wiederaufstieg konnte unter dem neuen Spielertrainer Daniel Vey leider nicht gelingen. Der siebte Tabellenplatz entsprach nicht den Erwartungen und dem Leistungsvermögen der ersten Mannschaft.

 

Der Vorstand der SGD entschied deshalb getreu dem Motto „Back to the Roots“ mit Stefan Rödel als Trainer in die Saison 2015/16 zu gehen, um damit wieder neue Euphorie in der ersten Mannschaft zu entfachen. Zum Ende der Saison rangiert man aufgrund einer schwachen Rückrunde – bis Ostern befand man sich noch im Titelrennen -  analog zur Vorsaison auf dem siebten Tabellenplatz.  

 

Die zweite Mannschaft konnte sich auf Anhieb in der B-Liga Fulda Rhön etablieren, so dass unter der Leitung von Michael Hahn die Saison auf Platz 9 beendet wurde.